Sportverein

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  • 10. Dezember 1933, Weihnachtsfeier des Sportvereins

    Niederstetten, 11. Dez. Im Kreise seiner Mitglieder und einer großen Zahl von Gästen hielt am gestrigen Abend [10. Dezember] im Löwensaal der Sportverein seine Weihnachtsfeier. Von jeher war die Vereinsleitung darauf bedacht, ihren Besuchern ein erlesenes Programm zu bieten, was ihr auch diesmal mit der Einstudierung des Volksstückes: "Die Fahne hoch”, trefflich wieder gelungen ist. Von Anfang an war es den Spielern durch die vorzügliche Wiedergabe ihrer Rollen möglich, die Anwesenden in Bann zu halten, was auch durch den Inhalt des Stückes noch besonders gegeben war. Ausgehend vom Kriegsschluß 1918, behandelt der Stoff die verderbliche Korruption in der Nachkriegszeit und während des Niedergangs Deutschlands u. des nationalsozialistische Ringens um das deutsche Volk bis zur nationalen Erhebung in diesem Jahre. Sehr eindrucksvoll sind die rassebedingten Eigenheiten der in die Erscheinung tretenden Figuren herausgestellt. Wie wir hören, soll das Stück am Sonntag, den 17. Dezember 1933 in der Turnhalle wiederholt werden. Der Spielschar ist ein volles Haus zu wünschen.

    (Der Franke, Gerabronn, Nr. 291, 13. 12. 1933, S. 3)

  • 15. Dezember 1931. Weihnachtsfeier des Sportvereins

    * Niederstetten, 15. Dez. Seine Jahresarbeit beschloß der Sportverein mit seiner am letzten Sonntag im Löwensaal stattgehabten Weihnachtsfeier. Der Verein zeigte sich im Lauf des Jahres in seiner sportlichen Betätigung in stetigem Vorwärtsschreiten, so daß es ihm möglich war, in seiner Klasse sich bis auf den dritten Platz der Tabelle heraufzuarbeiten. Der zielbewußten Vereins- u. Spielleitung wird es möglich sein, den Verein auch weiterhin auf der Höhe zu halten. Bezüglich der Weihnachtsfeier muß noch erwähnt werden, daß diese in allen Teilen wohl gelungen ist. Das 4aktige Theaterstück „Das Kreutz'l im Tannengrund“ und das Lustspiel „Das gefährliche Alter“ sorgten für den unterhaltenden Teil des Abends. Damit hat es die Regie verstanden, das Richtige zu treffen, was der reiche Beifall jeweils bewies. Treffliche Wiedergabe und flottes Zusammenspiel vereinigten sich mit tadelloser Bühnenausstattung. Diese Umstände waren es, was das Spiel des Sportvereins als Laienspiel sehr hoch stellte. Dem Verein weiterhin ein Blühen und Gedeihen, besonders auch auf seinem Hauptgebiet, dem Sport!

    Vaterlandsfreund, Nr. 294, 16. 12. 1931

  • 16. Dezember 1929. Treibjagd. - Weihnachtsfeier des Sportvereins mit Theateraufführung

    () Niederstetten, 16. Dez. Bei einer am Samstag stattgehabten Treibjagd rechts des Vorbachs wurde die stattliche Zahl von 290 Hasen erlegt. Ein gutes Hasenjahr!

    * Niederstetten, 16. Dez. Der Sportverein hatte seine Mitglieder und Freunde am Sonntag abend zu einer Weihnachtsfeier in den Löwensaal eingeladen, der trotz seiner baulichen Veränderung nicht alle Besucher zu fassen vermochte. Herr Vorstand Wolf begrüßte die Erschienenen und forderte die Jugend zu sportlicher Betätigung auf. Musikvorträge und ein Gesangsquartett umrahmten den Kernpunkt des Programms das Schauspiel „Wenn Muttertränen fließen“. Durch das natürliche Spiel der einzelnen brachte die Spielerschar eine wirklich treffliche Wiedergabe des Stückes zuwege. Besonders günstig wirkte der Bühnenaufbau der neuen Vereinsbühne. Die Vereinsleitung hat es anscheinend darauf abgesehen, möglichst der ernsten Muse zu ihrem Rechte zu verhelfen und schließlich auch mit Grund, denn der Verfasser hat es verstanden, in ergreifenden Szenen Not, Elend, Unglück und seelische Qualen einer Familie zu schildern, das die Besucher, nicht wie das Lustspiel, nur so von außen berührt. Eine Lotterie fehlte nicht und ein Tänzchen beschloß die schön verlaufene Feier, die der rührige Verein als einen Erfolg verbuchen darf.

    Vaterlandsfreund, Nr. 297, 17. 12. 1929

    Carl Siber, Wenn Muttertränen fließen. Schauspiel in vier Akten. Mühlhausen i. Thür.: Verlag von G. Danner 1927

  • 19. März 1933, Sportverein, Fußballspiel angekündigt

    Niederstetten I - Sportverein I.

    Mit dem kommenden Sonntag [19. 3.] eröffnet der Sportverein mit dem Nachbarverein Niederstetten die diesjährige Spielsaison. Das Spiel wird sicherlich sämtliche Zuschauer in Bann halten, da die hiesige Elf im vergangenen Jahr bei den Aufstiegspielen manche Erfahrung gesammelt hat. Allerdings ist zu bedenken, daß ein Trainieren auf dem hiesigen Platz seit einigen Monaten ganz unmöglich war und es vielen Spielern am Tempo fehlen dürfte. Niederstetten hat in diesem Jahr bereits einige Spiele absolviert, so am vorigen Sonntag gegen Mergentheim I Und gewann leicht. Es ist an diesem Resultat zu ersehen, daß die Gästemannschaft in bester Form ist. Beginn 1/ 2 3 Uhr. Um ½ 2 Uhr spielen die 2. Mannschaften der beiden Vereine.

    (Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 64, 17. 3. 1933, S. 4)

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    Wohl Fußball.
    Einige Worte nicht gut lesbar.

  • 25. Juni 1933, Fest der Jugend

    * Niederstetten, 25. Juni. Beim "Fest der Jugend" herrschte in den frühen Morgenstunden auf unserer "Jahnwiese" munteres Treiben. Die ganze Schuljugend der Stadt war versammelt, die Schüler der Oberklasse zur Austragung der Wettkämpfe, die in zwei Altersklassen durchgeführt wurden, die Schüler der Grundschule zu fröhlichem Tummeln auf der Wiese. Sieger wurde je die 1. Altersklasse sowohl bei den Knaben wie bei den Mädchen. Für gute Einzelleistungen wurden außerdem noch Preise von Seiten der Stadt zur Verfügung gestellt. Der Nachmittag gehörte dem freiw. Arbeitsdienst vom Lager Eichhof. Neben turnerischen Wettkämpfen wurde ein Fußballspiel mit dem Sportverein ausgetragen. Mit einer Sonnenwendfeier am Abend fand das "Fest der Jugend" seinen Abschluß. Von der Adolf Hitler-Straße aus setze sich ein langer Zug, voran die H.-J., J.-V. und B. d. M. in Bewegung hinauf zur "Hohen Buche”, einem der höchsten Punkte auf der rechten Vorbachseite in der Umgebung von Niederstetten. Auf der Höhe angekommen, entzündeten SA-Männer d. aufgeschichteten Holzstoß. Mit den steigenden Flammen wuchs auch die Begeisterung der Jugend trotz strömenden Regens. In verschiedenen Feuersprüchen tat die Jugend kund, daß die Flamme ihre Symbol für Freiheit, Reinheit und Treue zum neuen deutschen Reich u. seinem Führer Adolf Hitler sei. Dieser Schwur klang aus in dem Lied "Flamme empor!" Darauf sprach der Standortführer der Hitlerjugend, Hermann Fischer, zur Jugend. Mit begeisterten Worten knüpfte er zunächst an den Brauch unserer Vorfahren an, d. Sonnenwende zu feiern. Wenn wir heute diese Sitte wieder aufgreifen, so müssen wir zunächst derer gedenken, die ihre Treue und Hingabe zum Vaterland mit der Tat bewiesen haben, nämlich derjenigen, die für Deutschland den Heldentod gestorben sind. Ihnen zu Ehren wurde das Lied vom guten Kameraden angestimmt. Nun fuhr Standortführer Fischer fort, wie die Flamme alles verzehre, so möge auch der letzte Rest undeutschen Geistes, des Geistes, der in den letzten 14 Jahren in unserem geliebten deutschen Vaterland geherrscht habe, vollends verzehrt werden. Die Jugend aber ermahne er, sich rein zu halten wie die Flamme, zu glühen für das neue Deutschland, dessen Träger sie einst sein werden. Ein Sieg-Heil auf unseren Reichspräsidenten von Hindenburg und unseren Führer Adolf Hitler leitete über zum Horst Wessel-Lied. Nach einem schönen Feuerreigen der Mädchen fand die Feier ihren Abschluß mit dem Deutschlandlied. Am erlöschenden Feuer wurden die Fackeln entzündet und in langem Fackelzug gings hinab zum Städtchen. Noch ein erhebendes Gefühl brachte der Rückmarsch. Auf benachbarten Höhen über dem Vorbachtal und in weiter Ferne, überall loderten Feuer, überall das gleiche Wollen der Jugend - ein neues deutsches Vaterland mit einer geeinigten Jugend!

    (Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 146, 27. 6. 1933, S. 3)

  • 26. November 1933, Sportverein engagiert sich für Winterhilfswerk

    Am Sonntag, den 26. November, werden wieder zwei alte Bekannte sich die Hand reichen, nicht etwa um sich wertvolle Punkte zu erkämpfen, nein, sondern um dem Winterhilfswerk unseres Führers zu dienen. Gerabronn-Niederstetten, die in wechselvollem Schicksal schon immer die Klingen gekreuzt haben, nennen sich diese Bekannte. Im Interesse des Winterhilfswerks liegt es, daß jeder Einheimische sich diese Gelegenheit, sein Scherflein zu stiften, nicht entgehen läßt und durch seine Anwesenheit seine Verbundenheit mit dem großen Ziel des Hilfswerks beweist. Darum heraus aus den Stuben, auch wenn der Himmel sein unfreundliches Novembergesicht zeigt.

    (Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 276, 25. 11. 1933, S. 3)

  • 28. Dezember 1934. Weihnachtsfeier des Sportvereins

    Niederstetten, 28. Dez. (Weihnachtsfeier). Der Sportverein Niederstetten hielt am Stephansfeiertage seine Weihnachtsfeier ab. Seiner Einladung wurde so zahlreich Folge geleistet, daß der Löwensaal überfüllt war. Die Weihnachtsstimmung wurde in sinnvoller Weise durch das gemeinsam gesungene Lied „Stille Nacht, heilige Nacht" und durch das vom Quartett vorgetragene „Heilige Nacht, o gieße du”, hervorgerufen. Den Glanzpunkt des Abends bildete das Volksstück „Jörg Mertens, ein Sohn der Heide", in welchem sich die Darsteller der Charakterrollen in ihren Leistungen selbst überboten und eine lautlose Zuhörerschaft folgte dem Spiele durch das dramatische Geschehen, welche nach dem friedvollen Ausgange des Stückes die Spieler mit wohlverdientem Beifall bedachte. Musikstücke und Gedichtvorträge beschlossen den harmonisch verlaufenen Abend und mancher Besucher konnte einen schönen Gewinn von der Gabenverlosung mit nach Hause nehmen. Die Jugend gab sich mit Eifer noch einige Stunden dem Tanzvergnügen hin.

    Der Franke, Nr. 301, 28. 12. 1934

    Rolf Brandt: Jörg Mertens, ein Sohn der Heide. Schauspiel in 3 Aufzügen nach einer Idee von Erich Behrens. Leipzig: Gustav Richter [1930]. 40 S. (Richter's Volksdramen. Nr 4). Über Rolf Brandt siehe Wikipedia

  • 31. Januar 1933, Generalversammlung des Turnvereins

    Niederstetten, 31. Jan. (Generalversammlung des T.- V.). Bei guter Beteiligung nahm die Generalversammlung des Turnvereins einen harmonischen Verlauf. Vorstand Streitberger eröffnete die Versamlung [!] mit einem Gedenken der Toten des Vereins. Die anschließend folgenden Berichte der Vereinswarte ließen noch einmal die Erfolge des Vereins im abgelaufenen Turnjahr an uns vorüberziehen und zeugten von ihrer aufopfernden Hingabe an die Turnsache. In jedem Bericht wurde ein Problem, nämlich die Erfassung und Eingliederung der Jugend in den Turnbetrieb, von verschiedenen Seiten beleuchtet. Bürgermeister Schroth regte als Ueberparteiischer eine Verschmelzung von Turn- und Sportverein an. Oberturnwart A. Kleinhanß erklärte die Bereitwilligkeit des Turnvereins zu diesem Schritt und gab auch noch Fingerzeige für die Durchführung. Schließlich konnte noch eine das Jugendturnen betreffende Angelegenheit geklärt werden. Die nun folgenden Wahlen brachten folgende Aenderung: Fr. Pflüger übernimmt die Leitung der Turnerinnenabteilung, W. Keppler wird 1. Turnwart. Mit einigen Turnerliedern wurde die Versammlung beschlossen.

    (Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 26, 1. 2. 1933, S. 4)

  • 5. Mai 1930. Unterhaltungsabend des Sportvereins

    * Niederstetten, 5. Mai. Wie andere Vereine im Frühjahr in gleicher Form ihren Mitgliedern etwas zu bieten suchen, so war auch der Sportverein am Sonntagabend bemüht, seinen Mitgliedern und Gönnern einen Unterhaltungsabend zu geben. Der Löwensaal war gut besetzt. Das Programm war auf den Schwank eingestellt. In flotter Folge gingen drei Einakter über die Bretter. Die Spieler gaben ihr Bestes und reicher Beifall lohnte ihre Mühe. Nun spielte die Musik noch zum Tanze auf, dem eifrig gehuldigt wurde. – Die Veranstaltungen folgen einander Zug um Zug. Am kommenden Sonntag wird hier die Hauptprobe für das am [?] Mai in Bad Mergentheim stattfindende Konzert abgehalten und am 15. Juni will der Kriegerverein seine Mitglieder zu einem Gartenfest einladen.

    Der Vaterlandsfreund, Nr. 104, 6. 5. 1930

  • 7. Januar 1937. Kameradschaftsabend der Kriegerkameradschaft

    Niederstetten, 7. Jan. (Kameradschaftsabend). Als letzte der Vereinsfeiern um die Jahreswende veranstaltete die Kriegerkameradschaft Niederstetten am Mittwoch Abend in der vollbesetzten Turnhalle einen Kameradschaftsabend. Der Abend wurde durch einen flotten Marsch der Kapelle Rummler und ein Handharmonika-Duett von O. Schmitt und Kriemhilde Huß eröffnet. Kreisführer Knenlein begrüßte die Kameraden und Gäste mit herzlichen Worten. Die Spielschar des Sportvereins brachte nochmals das Volksstück "Der Eisenhof", welches in der Sportvereinsfeier schon zur Aufführung gelangte. Ein humoristischer Einakter folgte nach dem Losverkauf für die Gabenverlosung und eine Tanzunterhaltung beschloß den, von wahrem kameradschaftlichen Geiste getragenen Abend. — Mit dem Schulbeginn konnte wegen heftigen Auftretens der Masern noch nicht begonnen werden, welche selbst bei der schulentlassenen Jugend nicht Halt machen. — Im Jahre 1936 wurden in der Gemeinde 20 Kinder geboren, 9 Ehen geschlossen und 26 Personen sind gestorben.

    Der Franke, 8. 1. 1937

    Renker, Felix: Der Eisenhof. Mühlhausen: Danner [1928]. 64 S. (Danner's Mehrakter. 141)