Metzger

Metzger

  • Braun, Haja Silber geb. Adler

    Geb. 10. 2. 1854 in Gossmannsdorf
    Hausfrau
    Heirat: 9. 4. 1888 in Niederstetten
    Ehemann: Baruch, geb. 24. 3. 1834 in Niederstetten, gest. 18. 8. 1919
    "Frau Haja Silber Braun geb. Adler war in III. Ehe mit ihrem hier 1919 verstorbenen Ehemann Baruch Braun, ?gew? Metzgers verheiratet. Die Eheleute betrieben hier ein ? ? Metzgerei mittleren Umfangs. Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren geordnet. Sie lebten in bescheidenen Verhältnissen u. waren von ihren Mitbürgern geachtet. In dieser Ehe wurden 3 lebende Kinder geboren u. zwar:
    1) Hirsch genannt Hermann Braun geb. 27. 7. 1892 - siehe besonderen Fragebogen -
    2) Betty geb. 3. 9. 1894 verh. seit 17. 5. 1920 mit Fritz Neuburger Metzger in Niederstetten. Diese ist am 2. 6. 1921 zu Nürnberg gestorben.
    3) Gerda geb. 8. 6. 1896 hier, seit 1. 6. 1919 verheiratet mit Bernhard Selling in Lehrburg Kreis Ansbach - s. bes. blauen Fragebogen -"

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten,http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-154 f.

  • Braun, Hirsch gen. Hermann

    Geb. 27. 7. 1892 in Niederstetten
    Kaufmann
    Heirat: 19. 1. 1920 in Niederstetten
    Ehefrau: Clara geb. Braun, geb. 9. 3. 1895, gest. 1. 1959 in USA
    Eltern:
    Baruch Braun, geb. 24. 3. 1839, gest. 1919, fr. Metzger in Niederstetten
    Luise Adler, geb. 10. 2. 1854 in Gosemannsdorf, gest. 1938
    Kinder:
    Betty, geb. 26. 8. 1921. Seit 1943 mit Julius Abraham, Kaufmann in New York 33, 186th Street verheiratet u. dort wohnhaft.
    Teilnehmer Erster Weltkrieg. EK II
    Vereine: Turnverein u. Gesangverein
    Verhaftet Herbst 1937 KZ Welzheim 10 Tage. Nov. 1838 KZ Dachau 3 Wochen.
    Auswanderung mit Ehefrau Mai 1940 in die USA
    "Von 10. 11. - 25. 11. 1938 KL Welzheim
    - 30. 12. 1939 KL Dachau
    H. gab an, daß er anläßtlich des Judenpgroms am 25. 3. 1933 auf dem Rathaus in Niederstetten mit Stahlruten derart mißhandelt worden sei, daß ihm fast sämtliche Adern geplatzt seien. Seit dieser Zeit Nervenleiden und hoher Blutdruck"
    "Inhaber einer Fellhandlung in Niederstetten. Aufgabe des Geschäfts im Jahre 1938 aus rassischen Gründen. Jährl. durchschnittliches Bruttoeinkommen ca. 6500 RM. In USA Verdienst (nach eigenen Angaben): 1951 3580 $, 1954 4238 4, 1956 4819 $ u. 1957 4710 $"
    Wohnhaus Gebäude Nr. 237 in der langen Straße 105 qm 2 Stock Wohnhaus Brandversicheurngswert 9000 Rm. Steuerwert: 7200 RM
    Verkauf Frühjahr 1939 an Bahnwärter Köhler, Niederstetten, jetzt in Igersheim um 6500 RM verkauft. Am 9. 4. 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört.
    "Genaue Auskunft über die Familie Hermann Braun kann Frl. Maria Dinkel, in Niederstetten, Frickentalstr. 6 geben. Sie war bei Braun Hausangstellte von 1920 bis 1940. Sie hat die ganze Schicksalszeit persönlich miterlebt.
    Hermann Braun war besonders tüchtiger Kaufmann u. gewandter Fellhändler. Er machte große Umsätze. Er war als Fellhändler und auch menschlich mit den Bürgern der Gemeinde nicht so verbunden wie sein Schwiegervater Max Braun. Seine wirtschaftlichen Verhältnisse waren geordnet, wie auch seine Fa. [?] Seine Fellhandlung betrieb er auf eigene Rechnung.
    Er ist am 1. 5. 1940 nach New York USA ausgewandert u. lebt jetzt noch dort.
    Seine Ehefrau ist am 7. 1. 1959 in New York gestorben."
    Adresse: Hermann Braun, 506 West 186 th Street, New York 33, N.Y.

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-156 ff.

  • Kahn, Max

    Geb. 22. 11. 1895 in Niederstetten
    Metzger
    Heirat: 2. 8. 1926 in Niederstetten
    Ehefrau: Johanna geb. Hänlein, geb. 2. 12. 1905 in Pappenheim
    Kinder:
    Siegbert, geb. 9. 8. 1927 in Niederstetten, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Gertrud, geb. 28. 4. 1933 in Niederstetten, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Deportiert mit Familie 27. 11. 1941 nach Riga
    Teilnehmer Erster Weltkrieg
    Mitglied Turnverein u. Gesangverein
    "Betrieb in Niederstetten eine Metzgerei mit einem Jahreseinkommen von RM 2500.- Geschäft ging seit April 1933 stark zurück und wurde Ende 1935 eingestellt. Lebte bis zur Deportation vom Vermögen."
    Wohnhaus mit Metzgerei u. Scheuer Nr. 13 Bahnhofstraße. 2 a 50qm. Brandversicherungswert 7500 RM. Steuerwert 6000 RM
    14. 7. 1939 an Malermeister Wilhelm Dod in Niederstetten um 7000 RM verkauft. Nach dem Rückerstattungsgesetz ist ein Vergleich hierüber mit den Erben Steven Siegfried Kahn erfolgt.
    "Laut Auskunft von Maria Dinkel hat Kahn schon ab 1935 nicht mehr geschlachtet, sondern hat als Taglöhner bei der Stadtgemeinde gearbeitet, um leben zu können."
    "Frl. Maria Dinkel, Niederstetten, Frickentalstr. 6 und die Nachbarn der Familie Max Kahn Wilhelm Friedrich, Schuhmachermeister; Otto Baumann, Baumeister u. Messerschmied [Heinrich] Schönemann können erforderlichenfalls Auskünfte geben.
    Schon die Eltern Seligmann Kahn, Eheleute, die beide gestorben sind, haben diese Metzgerei betrieben. Auf den Tod des Vaters 1908 übernahm die Witwe u. Mutter mit dem Sohn den Betrieb u. führten ihn bis 1926. Von da ab übernahm der Sohn Max Kahn mit seiner Frau denselben. Max war ein fleißiger und geachteter Mann, wie auch seine Frau. Er hat den Metzgergeruf erlernt u. hat sich wirtschaftlich so viel er konnte, sich erhalten. Da Niederstetten damals durchschnittlich 6-7 Metzgereien hatte, hatte Kahn schwer zu tun, sich durchzusetzen. Es blieb deshalb das Geschäft klein u. [schlecht lesbare Passage}. Das Verhältnis zu den Mitbürgern war gut."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-205ff.

  • Kirchheimer, Bruno

    Geb. 8. 6. 1914 in Niederstetten
    Metzger
    Auswanderung Juni 1937 in die USA
    Vater:
    Simon Kirchheimer, geb. 23. 11. 1882
    Jenny geb. Löwenthal, geb. 21. 4. 1884
    "Arbeitete nach Bestehen der Gesellenprüfung am 11. 11. 1932 als Metzger in Würzburg und Mannheim (als Geselle).
    Nach der Auswanderung in die USA war er dort in seinem früheren Beruf tätig. 1943-1945 in der US Army."
    Adresse: 76-05, 167th Street, Flushing 66, New York

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-219 ff.

  • Neuburger, Fritz

    Geb. 4. 5. 1894 in Buttenwiesen
    Metzger
    Heirat:
    1. Betty geb. Braun, 5. 9. 1894 - 2. 6. 1921 in Nürnberg
    2. Cerry geb. Adler, 22. 6. 1922 in Goßmannsdorf, geb. 10. 1. 1894
    Kinder:
    Sigmund, geb. 17. 2. 1921
    Martin, geb. 18. 9. 1923
    Auswanderung 6. 3. 1935 New York
    Mitglied Turnverein
    Mißhandelt 25. 3. 1933

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-306 ff.

  • Strauß, Moritz

    Geb. 15. 3. 1847 in Niederstetten
    Metzger
    Gemeinderat
    Gest. 5. 5. 1934 in Niederstetten (Altersschwäche)
    Heirat 22. 11. 1870 in Niederstetten
    Ehefrau: Therese geb. Wiesenbacher, geb. 25. 1. 1849 in Niederstetten, gest. 23. 11. 1922
    Wohnhaus Nr. 215 mit Scheune, Stall und Hofraum in der Ledergasse mit Gemüsegarten 552 qm.
    Verkauf 4. 12. 1935 an Kaspar Korder, Land? ? Eheleute für um 7.600 RM.
    "Frau Anna Ohr, in Niederstetten, Hollenbacherstraße kann, falls nötig, weitere Aussagen machen.
    Moriz Strauß war eine angesehene, einflußreiche u. geachtete Persönlichkeit. Er betrieb früher eine gute gehende Metzgerei u. hat den Beruf als Metzger erlernt. Seine wirtschaftlichen Verhältnisse waren gut. Zu seinen Mitbürgern hatte er immer ein gutes Verhältnis."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-459 ff.