Gestorben

Gestorben

  • 1. Juli 1929. Preis für Männergesangverein. Schlossermeister Fischer und Forstmeister Wittmann gestorben

    () Niederstetten, 1. Juli. Unser Männergesangverein errang nach soeben eingetroffener Nachricht auf dem Schwäbischen Sängerfest in Ulm einen zweiten Preis. Sowohl dem Verein als auch seinem Dirigenten, Herrn Fleckenstein, unseren Glückwunsch. — Ein alter Sänger wurde dieser Tage mit Herrn Schlossermeister Fischer Senior zu Grabe getragen. Der im hohen Alter von 78 Jahren verstorbene angesehene Bürger gehörte 60 Jahre lang dem evangelischen Kirchenchor an.

    () Niederstetten, 1. Juli. Im Alter von fast 88 Jahren ist gestern hier Herr Forstmeister Wittmann gestorben. Seine ganze Lebensarbeit hatte er dem Fürstenhause Hohenlohe gewidmet, in dessen Diensten der Verstorbene über 50 Jahre stand. Erst in hohem Alter entschloß er sich, in den Ruhestand zu treten. Herr Forstmeister Wittmann war ein Freund des Wildes und des Waldes. Er erfreute sich bei unserer Bürgerschaft ungeteilter Achtung und hohen Ansehens. Bis in die allerletzten Tage seines Lebens erfreute sich der Dahingegangene einer außerordentlichen körperlichen und geistigen Rüstigkeit. Sein Hinscheiden wird in seinem großen Bekanntenkreis allgemeine Teilnahme erwecken.

    Vaterlandsfreund, Nr. 153, 2. 7. 1929

  • 11. Februar 1930. Danksagung Lisette Köhler

    Der Vaterlandsfreund, Nr. 36, 13. 2. 1930

  • 12. Mai 1930. Danksagung Bernhard Jung

    Der Vaterlandsfreund, Nr. 110, 13. 5. 1930

  • 15. Juni 1930. Stürmische Debatten im Gemeinderat - Zahlreiche Todesfälle in der Stadt

    () Niederstetten, 15. Juni. Die gestrige Sitzung des Gemeinderates führte zeitweise zu recht stürmischen Debatten. Zunächst wurde wieder die Veranstaltung einer Pferdemarktlotterie anläßlich des Januar-Pferdemarktes beschlossen. Von einem größeren Beitrag seitens der Versorgungsbehörde zu der Instandsetzung der Schutzmannswohnung wurde Kenntnis genommen. Die Gewerbeschule beantragte die Beschaffung von 2 Kästen im Anschaffungswert von etwa 200 MK. Während gegen die Zweckmäßigkeit Einwendungen nicht erhoben wurden, sprachen Gründe des Raummangels und der notwendigen Sparsamkeit dagegen. Die Anschaffung wurde beschlossen. Die Kündigung des Baumwarts wurde angenommen. Die probeweise eingeführte Müllabfuhr an den [Textverlust] korrektionen) immer der Beihilfe der Korporation [?] fortschrittlichen Landwirtschaft aus, deren Nutzen auch den Landwirten der Talgemeinden zu Gute komme. Der Herr Vorsitzende Stadtschultheiß Schroth wies darauf hin, daß der Bezirk Gerabronn im Straßenwesen vorbildlich sei und auch die Gewerbeschulen unterstütze. Trotzdem wurde die Eingabe mit allen Stimmen gegen die Stimme des vorerwähnten Gemeinderats abgelehnt. An diesen Punkt der Tagesordnung schloß sich die Etatberatung. Der Etat sieht wieder 24 Prozent Gemeindeumlage für unsere Stadt vor. Diese Umlage ist natürlich nicht endgiltig. Falls der geplante Schulhausbau nicht zu stande kommt (die Erlaubnis der Schuldaufnahme steht noch aus, während der Staatsbeitrag gesichert ist), so ist zu hoffen und zu wünschen, daß durch Einsparungen im Laufe des Jahres die Umlage eine Erniedrigung erfährt.

    () Niederstetten, 15. Juni. Der Tod hat in den letzten Tagen hier reiche Ernte gehalten. Am Freitag waren [?] Beerdigungen. Frau Bäckermeister Federolf war ihrem erst vor wenigen Wochen verstorbenen Gatten nach kurzer, schwerer Krankheit nachgefolgt und Herr Landwirt und Ziegler Münz, ein geachteter Bürger, war im [?] Lebensjahre gestorben. Heute nun wird die 11jährige Martha, Tochter des Drechslermeisters Abendschein zur letzten Ruhe gebettet. Das liebe Kind war die nach [?] Söhnen dem Ehepaar Abendschein geschenkte, langerwartende einzige Tochter. Den schwergeprüften Eltern wendet sich die allgemeine Teilnahme zu.

    Der Vaterlandsfreund, Nr. 137, 16. 6. 1930

  • 15. Juni 1931. Wilhelm Gerlinger gestorben

    () Niederstetten, 15. Juni. In den besten Jahren verstarb Herr Wilhelm Gerlinger, Besitzer des Gasthofes zur „Post“. Sowohl bei der hiesigen Bürgerschaft, als auch im weiten Umkreis unserer Stadt, in den Kreisen seiner Berufsgenossen und ganz besonders auch bei den Geschäftsreisenden in allen vier Himmelsrichtungen war der Verstorbene bekannt, beliebt und geachtet. Neben der tadellosen Führung seines Gasthofes galt sein Interesse der Heimatgeschichte und eine interessante Sammlung legt von dieser Neigung Kenntnis ab. So ist nicht nur ein guter Wirt, sondern auch ein braver Mensch und ein Freund seiner Heimatstadt mit ihm dahingegangen. Seine Beerdigung war ein beredter Ausdruck seines Ansehens und seiner allseitigen Beliebtheit. Er ruhe in Frieden.

    Vaterlandsfreund, Nr. 137, 16. 6. 1931

  • 18. März 1931. Generalversammlung des Gewerbevereins - Bezirksnotar Kochendörfer gestorben

    () Niederstetten, 18. März. In der Schindwolf'schen Wirtschaft fand gestern abend die Generalversammlung des Gewerbevereins statt. Die Versammlung wies eine guten Besuch auf, aber mit Rücksicht auf die große Mitgliederzahl wäre es doch erwünscht, daß die Gewerbetreibenden ihrer Organisation ein größeres Interesse entgegenbrächten. Die Versammlung wurde vom Vorstand, Herrn. Bäckermeister Hirsch, eröffnet. Einleitend wies dann Herr Hirsch auf die Bedeutung der Handwerkswoche hin, bei welcher alle Stände, beim Reichspräsidenten angefangen, sich zusammentun, um dem Handwerk in seinem schweren wirtschaftlichen Kampfe zu helfen. Die Handwerkswoche soll durch geeignete Propaganda dazu helfen, das Handwerk zu heben. Durch sie soll auch die Regierung darauf aufmerksam gemacht werden, daß die Steuern und sozialen Lasten, welche auf dem Handwerk ruhen, gemindert werden müssen. Der Ansprache des Vorstandes folgte die Verlesung der Protokolle und des Kassenberichtes. Nachdem Vorstandschaft und Ausschuß erklärt hatten, eine Wiederwahl anzunehmen, wurde die Wiederwahl derselben durch Zuruf vollzogen. Dann fand die weitere, umfangreiche Tagesordnung Erledigung. Der Gewerbeschule wurde ein Beitrag zu ihrer Schlußfeier bewilligt. Auf eine Eingabe des Gewerbevereins Enzberg, mit Nachdruck auf eine Ermäßigung der diesjährigen Schätzungen hinzuwirken, wurde beschlossen, eine abwartende Stellung einzunehmen. Lebhaftes Interesse erweckten Mitteilungen über eine in Crailsheim stattgehabte Besprechung von Vertretern des Handwerkes (Schmiede, Wagner, Sattler) mit Vertretern der Landwirtschaft. Die letzteren verlangten einen allgemeinen Preisabbau von 20 Prozent. Diesem Verlangen konnte aber das Handwerk bei der Verschiedenheit der Arbeiten und dem in diesen Dingen schon jetzt in Berechnung gezogenen Preisabbau nicht entsprechen. Es wäre schließlich bei 10 Prozent fast zu einer Einigung gekommen, als durch eine Bemerkung eines Vertreters der Landwirtschaft die Verhandlungen scheiterten. Die Handwerkskammer Heilbronn berichtet ausführlich über eine neue Gründung innerhalb des württ. Handwerks, eines Landesverbandes des württ. u. hohenz. Handwerkes. Diese Gründung wurde nach diesem Bericht hauptsächlich von der Handwerkskammer Stuttgart, unter Beiseitesetzung der anderen Handwerkskammern und sonstiger wichtiger Handwerksorganisationen, in das Leben gerufen. Handwerkskammer Heilbronn nimmt eine ablehnende Haltung ein. Die Handwerkerkrankenkasse beschwert sich über die Konkurrenz anderer Krankenkassen. Von Mitgliederseite wurde verlangt, daß sich die Leistungen der Handwerkerkrankenkasse den privaten Krankenkassen anpassen solle. Insbesondere wurde verlangt, daß Mitglieder, bei Nichtanspruchnahme der Kasse Zurückvergütung erhalten. Der Betrag für Zahnhilfe sei nicht genügend. Kritik wurde auch an der Abholegebühr von 10 Pf. geübt.

    () Niederstetten, 18. März. In Ellwangen starb Herr Bezirksnotar Kochendörfer. Herr Kochendörfer war auch 12 Jahre hier als Notar tätig. Mit reichen Gaben des Geistes und des Herzens versehen, erwarb er sich hier hohe Achtung und erfreute er sich allseitiger Beliebtheit. Hr. Notar Kochendörfer wurde in seiner Heimat Michelbach a. L. zur letzten Ruhe gebettet.

    Vaterlandsfreund, Nr. 65, 19. 3. 1931

  • 2. Mai 1931. Danksagung August Lay

    Vaterlandsfreund, Nr. 102, 4. 5. 1931

  • 20. Juni 1930. Danksagung Matha Abendschein

    Der Vaterlandsfreund, Nr. [?], [21?.] 6. 1930

  • 21. Januar 1934. Todesanzeige Hermann Umfrid

    Der Franke, Nr. 18, 23. 1. 1934

  • 21. Oktober 1932. Metzgermeister Schmidt (33) gestorben

    (Vaterlandsfreund, Nr. 247, 21. 10. 1932)

  • 22. November 1932. Beisetzung Kaufmann Samuel Braun

    Niederstetten, 22. Nov. Heute wurde der im Alter von 62 Jahren verstorbene Herr Kaufmann Samuel Braun zu Grabe getragen. Herr Braun erfreute sich sowohl in der Stadt, als auch in den Geschäftskreisen und weit darüber hinaus einer großen Beliebtheit. In der außerordentlich großen Beteiligung von Nah und Fern an seinem Leichenbegräbnis fand sein Ansehen ehrenhafte Bekundung. Herr Braun hatte auch mehrere Jahre als Gemeinderat zum Wohle seiner Heimatstadt gewirkt.

    (Vaterlandsfreund, Nr. 275, 23. 11. 1932)

  • 23. Juni 1936. BM Schroth nach Herrenberg berufen - Weingärtner Frieß gestorben - Bezirksnotar Kunkel ernannt

    Niederstetten, 23. Juni. (Berufung. - Verschiedenes.) Wie ein Lauffeuer durcheilte die Kunde unsere Stadt, daß Herr Bürgermeister Schroth lt. ministeriellem Beschluß als kommissarischer Bürgermeister nach Herrenberg berufen wurde. Diese Stelle mußte Herr Bürgermeister Schroth schon am gestrigen Montag antreten. Die Verwaltung unserer Gemeinde wird vorerst so geregelt, daß Bürgermeister Schroth Samstag und Sonntag hier die Geschäfte versieht und an den übrigen Tagen der stellv. Bürgermeister, Herr Fr. Melber, dieselben übernimmt. Am Donnerstag berief Bürgermeister Schroth eine Sitzung mit den Beigeordneten und Ratsherren zusammen, in welcher er offiziell seine Versetzung zur Kenntnis brachte. Von den Anwesenden wurde zum Ausdruck gebracht, daß Bürgermeister Schroth unserer Gemeinde erhalten bleiben möge. – Am Freitag, den 19. Juni starb der älteste Einwohner, Weingärtner Friedr. Frieß, im hohen Alter von 94 Jahren. Bei der Wahl am 29. März ließ es sich Herr Frieß nicht nehmen, zu Fuß zur Wahlurne zu gehen und seiner Pflicht zu genügen. – Obersekretär Kunkel von Heilbronn wurde zum Bezirksnotar in Niederstetten ernannt.

    Der Franke, 23. 6. 1936

  • 25. Oktober 1932. Verstorben Karin Horn (52), Ochsenwirt Hans Schmidt (33), Hermann Abendschein (18)

    () Niederstetten, 25. Okt. Der Tod hat in den letzten Tagen in eine Reihe hiesiger Familien schmerzhafte Lücken gerissen. Ende der vorigen Woche wurde Frau Karl Horn bei der Lese im Weinberge von einem Herzschlag betroffen. Die 52jährige, brave Frau war zum großen Schrecken ihrer in der Nähe arbeitenden Familie sofort tot. – Dann starb im Alter von nur 33 Jahren Ochsenwirt Hans Schmidt und – tragisches Schicksal am anderen Tage gebar die Witwe ein Töchterchen. – Heute wurde der im Alter von 18 Jahren in Gmünd verstorbene Hermann Abendschein, der jüngste Sohn seiner Eltern, zur letzten Ruhe bestattet. Die Eheleute Abendschein hatten vor wenig mehr als zwei Jahren ihr einziges Töchterchen durch den Tod verloren. Man kann sich denken, daß über so viele, nach menschlichem Ermessen vorzeitiger Todesfälle, hier große Bestürzung herrscht.

    (Vaterlandsfreund, Nr. 251, 26. 10. 1932)

  • 27. April. 1931. Todesanzeige August Lay

    Vaterlandsfreund, Nr. 98, 29. 3. 1931

  • 28. März 1931. Todesanzeige Wagnermeister Joh. Heilmann

    Vaterlandsfreund, Nr. 73, 28. 3. 1931

  • 29. Juni 1932. Todesanzeige Anna Streng

  • 29. Okt. 1929. Schreinermeister und Gemeinderat Louis Ziegel beigesetzt

    () Niederstetten, 29. Okt. Herr Gemeinderat und Schreinermeister Louis Ziegel wurde heute hier zu Grabe getragen. Er war ein tüchtiger Handwerker und ausgezeichneter Bürger. Seine Ruhe und Sachlichkeit, sowie seine Erfahrenheit auf vielen Gebieten kam den Verhandlungen des Gemeinderates außerordentlich zu statten. So geleitete ihn denn ein fast unübersehbares Gefolge zu seiner letzten Ruhestätte. Am Grabe legten Kränze nieder: Herr Stadtschultheiß Schroth für den Gemeinderat und Darlehenskassenverein, dessen Vorstand der Verblichene war, Herr Gemeinderat und Vorstand des Gewerbevereins, Hirsch, für den Gewerbeverein und Herr Schreinermeister Walter-Blaufelden für die freie Schreinerinnung des Bezirks. Alle Herren betonten ihren Schmerz über das frühe Dahinscheiden des nur 59-Jährigen.

    Vaterlandsfreund, Nr. 256, 30. 10. 1929

  • 3. Januar 1932. Todesanzeige Georg Marquardt

    (Vaterlandsfreund, Nr. 2, 4. 1. 1932)

  • 3. November 1932. Ochsenwirtin Schmidt gestorben

    (Vaterlandsfreund, Nr. 259, 4. 11. 1932)

  • 5. Januar 1932. Beisetzung von Altkronenwirt Georg Marquardt

    () Niederstetten, 5. Jan. Im vorigen Jahre konnten wir von der Vollendung des 90. Lebensjahres des ältesten Bürgers unserer Stadt, Herrn Georg Marquardt, Altkronenwirt, berichten. Heute wurde er von einem großen Leichengefolge zur letzten Ruhe geleitet. Das Leben des Verstorbenen war reich an Arbeit und Erfolg. Von Person ein einfacher, bescheidener Mann, hat er sich nie irgendwie in den Vordergrund gestellt, aber sein Fleiß u. seine gerechte Denkweise haben ihm hier und in der Umgebung zu großem Ansehen verholfen.

    (Vaterlandsfreund, Nr. 4, 7. 1. 1932)

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