Gemeinderat

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  • 25. März 1933, Gemeinderatssitzung. Hitler und Hindenburg Ehrenbürger, Straßenumbenennung Hindenburgstraße und Adolf-Hitler-Straße

    Niederstetten, 25. März. Wohl die interessanteste Gemeinderatssitzung hat soeben stattgefunden. Bei Beginn der Sitzung forderte Bürgermeister Schroth auf, sich von den Sitzen zu erheben, um dann der großen Volkserhebung und deren großem Führer zu gedenken. Mit ersten Worten hob er hervor, daß jeder auf seinem Platz seine Pflicht zu tun und die Anordnungen zu befolgen habe, die die Reichsregierung in dieser schweren Zeit zu erlassen gezwungen sei. Nur so, wenn jeder seine Pflicht und Schuldigkeit tue, können die großen Ziele, die unsere nationale Regierung sich gestellt habe, von Erfolg begleitet sein und zum Segen unseres geliebten deutschen Vaterlandes sich auswirken. Alsdann hat der Gemeinderat einmütig die beiden hohen Führer Hindenburg und Adolf Hitler angesichts ihrer schweren Aemter zu Ehrenbürgern ernannt und ferner die beiden Hauptstraßen Niederstettens mit Hindenburg- und Hitlerstraße bezeichnet.

    (Vaterlandsfreund (Gerabronn), 25. 3. 1933)

  • 7. Januar 1933, Geplante Straße nach Wermutshausen

    () Niederstetten, 7. Jan. Die Gelegenheit, größere öffentliche Arbeiten mit Unterstützung des Reiches zwecks Arbeitsbeschaffung durchzuführen, hat die Stadtverwaltung veranlaßt, dem Gemeinderat den seit Jahren dringend notwendigen Straßenbau nach Wermutshausen zur Beratung vorzulegen. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die Vorarbeiten in Bearbeitung zu geben. Auch die Gemeinde Wermutshausen wird die Weiterführung bis Wermutshausen durchführen. Dabei ergibt sich, wie aus Bevölkerungskreisen der in Betracht kommenden Orte angeregt wird, die Möglichkeit, eine größer angelegte Verbindung zwischen Niederstetten und Creglingen durchzuführen. Diese Verbindung wäre für alle daran liegenden Orte von größer Wichtigkeit. Die neue Strecke würde von Wermutshausen unweit Rinderfeld vorbeigehen und von dort nach Neubronn und Niederrimbach verlaufen. Die letzteren beiden Orte sind bis jetzt nicht gut mit Verkehrsstraßen bedacht. Da ein großer Grunderwerb kaum in Frage kommt, und es sich also hauptsächlich um Arbeit handelt, so wäre die Anerkennung dieser Arbeit als Notstandsarbeit nicht in Frage gestellt. Ein rascher Entschluß der beteiligten Stellen wäre sehr zu wünschen.

    (Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 6, 9. 1. 1933, S. 4)