Auguste Braun
Auguste Braun
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Braun, Jette geb. Selling
Geb. 26. 2. 1874 in Kolmberg
Köchin
Heirat: 7. 5. 1894 in Crailsheim
Ehemann: Max Braun, geb. 19. 12. 1865, gest. 22. 9. 1942 Theresienstadt
Kinder:
Clara Braun geb. Braun, geb. 9. 3. 1895, gest. 8. 1. 1957 in New York
Dr. Auguste Kron geb. Braun, geb. 28. 10. 1902
Deportiert Juni 1941 nach Theresienstadt
Gest. 21. 4. 1943 in Theresienstadt
Adresse: Dr. Auguste Kron-Braun, 1628 University Ave., Bronx, N.J./USAQuelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-159 ff.
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Braun, Max
Geb. 19. 12. 1865 in Niederstetten
Fellhändler
Heirat: 7. 5. 1894 in Crailsheim
Ehefrau: Jette geb. Selling, geb. 26. 2. 1874 in Kolmberg
Kinder:
Clara, geb. 9. 3. 1895 in Niederstetten. Ehefrau des Hirsch gen. Hermann Braun, Fellhändler in Niederstetten, gest. 8. 1. 1957 in New York
Auguste, geb. 28. 10. 1902 in Niederstetten, Ehefrau des Dr. med. Theodor Kron aus Cassel, jetzt wohnhaft in New York
Deportation Juni 1941 nach Theresienstadt. Ehemann am 22. 9. 1942 u. Ehefrau am 21. 4. 1943 in Theresienstadt gestorben lt. Mitteilung des Standesamts Arolsen
Teilnehmer Erster Weltkrieg
Mitglied Turnverein u. Gesangverein
"Betrieb zusammen mit s. Bruder Wolf eine Fellhandlung i. Niederstetten"
1/2 am Gebäude Nr. 211 u. [?] 240 qm Wohnhaus und Magazingebäude an der langen Gasse in Niederstetten. Brandversicherungswert 5700.- M. Steuerwert ca. 5500 RM.
Der Grundbesitz wurde durch Kriegseinwirkung vernichtet.
Am 16. 2. 1955 hat Karl Melber, Bauer in Niederstetten das Ruinengrundstück von den Kindern u. Erben Clara Braun u. Dr. med. Auguste Kron, beide in New York zusammen mit 1/2 von des Wolf Braun um 1320 DM erworben
"Als Bürgermeister der Gemeinde Niederstetten von 1917-1937 kannte ich, der ich für die Dokumentenstelle die Aufzeichnungen über die Schicksale der jüdischen Familien als Bürgermeister a. D. Schroth mache, auch die Familie Max Braun. Max Braun hat als Fellhändler sich [?] und fleißig seinem Beruf gewidmet. Er war verträglich u. hatte mit allen Mitbürgern gute Beziehungen. Er war durchaus [?] wie auch seine ganze Familie. Seine wirtschaftlichen Verhätnisse waren immer geordnet. Sein Fellhandel gemeinsam mit Wolf war sehr [?]. Der Fellhandel ging nach 1933 ständig zurück u. hat wohl bis 1938 ganz aufgehört, wie auch Frl. Maria Dinkel auf Seite 3 schon angegeben hat. Diese ist über die Familie Braun, bei der sie angestellt war bezw. bei der Tochter Clara Brau, geb. Braun Ehefrau des Hermann Braun gut orientiert. Die Eheleute Braun wurden im Juni 1941 nach Theresienstadt deportiert und sind lt. Mitteilung des Standesamts Arolsen Abt. I. der Ehemann am 22. 9. 1942 u. die Ehefrau am 21. 4. 1943 in Theresienstadt gestorben.
Herr Hermann Emmert, Küferei und Weinhandlung hier Hauptstr. 4 hat die Familie Braun gut gekannt."
Adresse; Fr. Auguste Kron-Braun, 1628 University Ave., Bronx, New YorkQuelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-162 ff.
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Braun, Sofie gen. Saly, geb. Wiesenbacher
Geb. 7. 9. 1878 in Niederstetten
Heirat: 29. 5. 1900 in Niederstetten
Ehemann: Samuel Braun, geb. 18. 1. 1870, gest. 20. 11. 1932
Kinder:
Auguste, geb. 15. 3. 1903, verh. seit 19. 6. 1921 mit Sally Leiter, geb. 15. 3. 1903, Fabrikant in Söflingen, jetzt in New York
Umzug Frühjahr 1939 nach Stuttgart
13. 9. 1939 - Ende Nov. 1939 Inhaftierung in Landesstrafanstalt Bruchsal u. KZ Ravensbrück.
"Führte nach dem Tod ihres Mannes die Fellhandlung Samuel Braun in Niederstetten fort.
August 1934 Geschäftsaufgabe infolge der Boykottmaßnahmen
Jahreseinkommen bis dahin etwa 4000.- RM
In USA von Schwiegersohn u. Tochter (1 Jahr vorher ausgewandert) unterstützt.
Juva [Judenvermögensabgabe] angeblich 17500 RM."
Wohnhaus Gebäude Nr. 225 u 214 B (Schuppen) 158 qm in der Ledergasse in Niederstetten. Brandversicherungswert 10000 M. Steuerwert 8000 M.
8. 5. 1940 an Otto Bauer, Kaufmann hier um 6000 RM. Am 9. 4. 45 durch Kriegseinwirkung zerstört. Das Ruinengrundstück wurde von der Stadtgemeide 1953 um 5000 DM erworben - Rückerstattung!
"Witwe Braun 1938 nach U.S.A. freiwillig ausgewandert zu ihrer Tochter Auguste Leiter"
"Samule Braun und seine Ehefrau Sofie genannt Saly Braun geb. Wiesenbacher sind beide in Niederstetten geboren und aufgewachsen. u. Braun lernte als Kaufmann u. wurde in tüchtiger Fellhändler. Er betrieb [?] Fellhandlung in Niederstetten. Seine Ehefrau unterstützte ihn im Beruf und war eine tüchtige Hausfrau. Auf den Tod des Ehemannes im Jahr 1932 führte die Witwe das Geschäft bis zur Auflösung bezw. ihrer Auswanderung 1938 nach New York weiter. Die einzige Tochter ist mit Lally Leiter, Fabrikant in Söflingen bei Ulm verheiratet u. wohnt jetzt in New York."
Ausgewandert Januar 1940 in die USA, in New York gest. am 15. 7. 1956 in Jackson Heights NYQuelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-168 ff.